Die BlowerDoor Messung

Sowohl für Neubauten als auch für Baumaßnahmen im Bestand, ist die luftdichte Gebäudehülle eine wichtige Voraussetzung für die Realisation moderner Energiekonzepte und ein wesentlicher Aspekt der Qualitäts-sicherung.

 

Sind Undichtigkeiten in der Gebäudehülle vorhanden, erhöhen sich die Lüftungswärmeverluste. Werden Lüftungsanlagen im Gebäude installiert, ist die luftdichte Gebäudehülle für die einwandfreie Funktion der Anlagen erforderlich, denn Fehlströmungen im Gebäude verhindern die optimale Nutzung der Wärmerück-gewinnung und Versorgung mit Zu- und Abluft.

 

Bauschäden durch Feuchteeintrag in die Baukonstruktion können vermieden werden. Auch bei der Sanierung von Bestandsgebäuden kann die luftdichte Ebene realsiert werden, um einen modernen Energiestandard oder sogar Passivhausstandard zu erreichen.

 

Es empfiehlt sich, während der Bauphase die Messungen je nach Baupahse als Qualitätskontrolle durchzuführen. Dies spart Zeit, Geld und Ärger. Durch die BlowerDoor Messung kann der Fachhandwerker sofort nacharbeiten. Spätere Öffnungen von fertigen Bauteilen wird dadurch vermieden...

 

 

"Richtig angewandt, kann ein solcher Test mit ergänzender Wärmebildbetrachtung auf Dauer Energiever-schwendung in Höhe von mehreren Hundert Euro pro Jahr verhindern", empfiehlt der Verband Privater Bauherren (VPB) für das Verfahren. Je nachdem welcher Gebäudeteil nicht richtig abgedichtet wurde, seien unter Umständen auch Folgeschäden zu befürchten, wenn Leckagen nicht frühzeitig entdeckt würden. "Ein undichter Folienanschluss unter dem Dach kann zusätzlich noch zur Durchfeuchtung der Dachdämmung und damit zu Schimmelbildung führen", warnt der Verband.

 

 

Muß ein Haus atmen?

Wer glaubt, ein Gebäude müsse Ritzen und Fugen haben, um „natürlich zu atmen“, liegt falsch. Ein solcher Luft wechsel erfolgt unkontrolliert, es gelangt zu viel oder zu wenig Frischluft ins Gebäudeinnere; Schadstoffe und Staub aus der Dämmung mischen sich zudem in die Raumluft.

 

Die Lüftung eines Gebäudes sollte daher über das mehrmalige Öffnen der Fenster oder aber durch eine Lüftungsanlage erfolgen.

 

Von einem luftdichten Gebäude spricht man, wenn die Luft im Gebäude unter Prüfbedingungen nicht häufiger als drei Mal pro Stunde ausgetauscht wird. Wird eine Lüftungsanlage im Haus installiert, darf der Luftwechsel gemäß Energie- einsparverordnung bei Prüfdruck max. 1,5 Mal pro Stunde betragen.

 

„Luftdicht“ bedeutet dabei nicht das totale luftdichte Verschließen, sondern meint die Vermeidung ungewollter Leckagen in der Gebäudehülle.

 

Denn: Warmluft strömt durch Fugen nach außen – das kostet Energie. Gleichzeitig transportiert die warme Luft Feuchtigkeit, die sich in der Außenwand des Gebäudes abkühlt und kondensiert; das entstehende Tauwasser kann zu schwerwiegenden Bau- schäden führen. Dringt Außenluft durch Fugen ins Gebäude innere, werden zudem Allergene aus der Dämmung und Staubpartikel in das Haus transportiert; gesundheitliche Beein-trächtigungen können die Folge sein.

 

 

Das BlowerDoor Messverfahren

Für die Messung wird ein BlowerDoor Ventilator in eine Außentür oder in ein Fenster des Gebäudes mit dem flexiblen BlowerDoor Rahmen eingesetzt. Alle weiteren Außentüren und Fenster werden geschlossen, alle Innentüren des Gebäudes bleiben geöffnet. Das automatisierte BlowerDoor Messverfahren wird als anerkannte Regel der Technik nach DIN EN 13829 durchgeführt. Dazu wird mit Hilfe des BlowerDoor Ventilators kontinuierlichso viel Luft aus dem Gebäude gesogen, dass ein nicht wahrnehmbarer Unterdruck von 50 Pascal im Gebäude erzeugt wird.

 

Bewohner können ohne Beeinträchtigung während der Messung im Gebäude bleiben. Sind Leckagen in der Gebäudehülle vorhanden, strömt durch diese Außenluft ins Gebäudeinnere. Während des Gebäuderund-ganges werden die im Haus vorhandenen Luftströmungen per Luftgeschwindigkeitsmessgerät oder einer Wärmebildkamera lokalisiert.

 

 

Die "Klassiker" bei der Leckageortung

Konstruktionsbedingte Leckagen bzw. Undichtheiten treten oft an Anschlüssen und Durchdringungen auf. Hier sollte die Luftdichtheitsschicht insbesondere detailliert geplant werden, um spätere kostenintensive Nach- besserungen zu vermeiden.

 

Typische Leckagen treten überwiegend in folgenden Bereichen auf:

 

• bei Verbindungen und Stößen von Bauteilen

• bei Rohr- und Kabeldurchführungen durch die Luftdichtheitsschicht

• Anschlüsse zum Boden bei Türen und bodentiefen Fenstern im ausgebauten Dachgeschoss

• an Stoßstellen verschiedener Baumaterialien (z.B. Massiv-/Leichtbau)

• bei Anbauten und Erkern

• an Fenster- und Außen Türlaibungen

• bei Dachflächenfenstern und Gauben

• bei Bodenluken

 

 

 

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